Gestrickte Socken

Gestrickte Socken für Jesus- Kunst an sakralen Orten in Gräfelfing bei München Sommerausstellung des Kunstvereins Gräfelfing, 2018

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Kunst an sakralen Orten, Gräfelfing bei München, Kirche St. Georg, 23. Juni – 15. August 2018

 

Insgesamt 30 teilnehmende Künstler haben das Ausstellungsthema aus ihrer Sichtweise interpretiert. Etwa 100 Exponate aus den Bereichen der Malerei, Grafik, Skulptur, Intervention, Fotografie, Medienkunst, Installation, Klang und Licht verwandelten die Ausstellungsorte in spirituelle Begegnungsstätten. Umgekehrt erschienen die Kunstwerke an den sakralen Orten in anderem Licht und konnten den Besuchern dadurch vielfache Anstöße geben, provozieren, berühren, oder tiefe Stille erfahren lassen.

Elian Zinner zeigt für diese Ausstellung zwei Exponate in zwei Kirchen zeigen. Die Kopftücher «Maria» und «Tuareg in der Kirche St. Stephan, so wie die von ihr gestrickten Socken für die Jesusfigur in der Kirche St. Stephan. 

 

Als Zeichen von Fürsorge, Wärme, Weiblichkeit, Mütterlichkeit bekommt Jesus am Kreuz ein paar warme Socken. Diese Socken wurden von der Künstlerin in den Symbolfarben Glaube, Liebe, Hoffnung gestrickt. Durch diese Geste wird diese überdimensionale, erstarrte, eingefrorene Jesus-Figur zerbrechlich, spürbar, menschlich, bedürftig, liebend und dadurch einer unter uns. 

​Die Symbolkraft dieser übermächtigen Figur, welche uns zur Demut und Unterwürfigkeit zwingen will, wird durch das Anziehen der Socken als Symbol von Mitgefühl gebrochen. Durch diese Intervention mutet die Künstlerin dieser Jesus-Figur Menschlichkeit zu.

2020